10. Februar 2024 – Tag der Kinderhospizarbeit

Am 10. Februar 2024 ist der Tag der Kinderhospizarbeit. Dies ist eine sehr gute Gelegenheit auf die besonderen Herausforderungen in der Kinderhospizarbeit und Kinderpalliativversorgung prominent auf ihren Webseiten hinzuweisen. Aus diesem aktuellen Anlass möchte ich Sie auf den Erklärfilm „Hospizarbeit und Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen. Ein Erklärfim für Familien“ noch einmal hinweisen, der Dank der finanziellen Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen eines Charta-Projektes 2023 durch Prof. Dr. med. Boris Zernikow am Kinderpalliativzentrum Datteln in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderhospizverein e.V., dem Bundesverband Kinderhospiz e.V. und der Deutschen KinderPalliativStiftung erstellt werden konnte. Er gibt einen sehr guten Einblick in diesem Versorgungsbereich mit seinen speziellen Herausforderungen und stellt die unterschiedlichen Unterstützungsangebote für die betroffenen Kinder und Jugendlichen und ihre Familien in einer klaren und verständlichen Sprache vor.

Am 28.11.2023 wurde der neue Kurzfilm erstmals im Rahmen einer hybriden Pressekonferenz in den Räumlichkeiten des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V. in Berlin einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt und kann nun gerne auf den Webseiten der Landesverbände durch eine Verlinkung mit dem YouTube-Kanal der Koordinierungsstelle eingebettet werden: www.youtube.com/watch?v=KQAdYrLheMA.  

Weitere Informationen zur Pressekonferenz – Einladung, Pressemitteilung und Videogrußbotschaft der Bundesfamilienministerin Lisa Paus – finden Sie direkt auf der Webseite der Koordinierungsstelle: www.koordinierung-hospiz-palliativ.de/ks_news/der-kurzfilm-hospizarbeit-und-palliativversorgung-fuer-kinder-und-jugendliche-ein-erklaerfilm-fuer-familien-ist-online.html.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband verleiht Ehrenpreise

Presseinformation

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband verleiht Ehrenpreise

Berlin, 31.01.2024. In Anwesenheit von zahlreichen Gästen aus Politik, dem Gesundheitswesen, von Partnerverbänden sowie aus der Hospiz- und Palliativarbeit hat am 30.01.2024 der Neujahrsempfang des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) und seiner Stiftung (DHPStiftung) stattgefunden.

Herta Däubler-Gmelin, Schirmherrin des DHPV, würdigte in ihrem Grußwort die Positionierung des DHPV gegen Suizidbeihilfe und für die Stärkung des hospizlichen Ehrenamts. In seinem Impuls „Das Lebensende bewusst gestalten“ umriss der Heidelberger Gerontologe Prof. Dr. Andreas Kruse die Potenziale der Hospizarbeit und Palliativversorgung zur Förderung der Lebensgestaltung am Lebensende.

Weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung der DHPV-Ehrenpreise an Menschen, die die Hospizidee durch ihr Wirken bereichern und voranbringen. In der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement“ wurden Ina Bangemann, die sich in der Kinder- und Jugendhospizarbeit und für den Deutschen Kinderhospizverein (DKHV) engagiert, sowie Renate Galuschka vom Hospizdienst Kleinod e.V. in Köln geehrt. Susanne Kränzle, stellvertretende Vorsitzende des DHPV, verwies in ihrer Laudatio auf die Bedeutung des Ehrenamts für die Hospizarbeit: „Die Hospizbewegung in Deutschland konnte erst durch das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement zunächst einzelner Bürgerinnen und Bürger entstehen. Die Entwicklung und Verbreitung der Hospizidee wäre ohne Menschen wie Renate Galuschka und Ina Bangemann nicht möglich, und auch in Zukunft ist die Begleitung schwerstkranker Menschen und ihrer Zugehörigen ohne unsere Ehrenamtlichen nicht denkbar.“

In der Kategorie „Strukturen und Rahmenbedingungen“ ging der Ehrenpreis an den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten und Gesundheitsexperten Horst Schmidbauer. Laudator Benno Bolze, Geschäftsführer des DHPV, würdigte den Mitbegründer der Hospizbewegung in Deutschland als „bürgerbewegten Hospiz-Politiker“, der zahlreiche Gesetzesinitiativen zur Förderung und Weiterentwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung mit auf den Weg gebracht hat.

Den Wissenschaftspreis erhielt Dr. Mara Kaiser für ihre Doktorarbeit „Einsichten in die Lebenswelten von Senior*innen mit Migrationserfahrung: Perspektiven für die Pflege und Hospizkultur“. Laudatorin Prof. Helen Kohlen, Pflegewissenschaftlerin und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des DHPV, würdigte die Arbeit für die gesellschafts- und gesundheitspolitisch hohe Relevanz sowie den innovativen und passförmigen Zugang zum Thema. „Die sehr gut durchdachte Studie bringt Lebenswelten ans Licht, die (akademisch) kaum auf eine andere Weise möglich wären. Darüber hinaus zeigt Mara Kaiser eine besondere Schreibbegabung. Sie kann Wesentliches auf kunstvolle Weise in Worten und Sätzen zum Ausdruck zu bringen, ohne ein hohes Niveau an wissenschaftlicher Präzision zu verlassen.“

 

Prof. Winfried Hardinghaus, der durch den Abend führte, lud im Anschluss an die Verleihung zum Austausch über die vielfältigen Aufgaben, die 2024 anstehen. Das sind im Besonderen die Stärkung des hospizlichen Ehrenamtes, der weitere kontinuierliche Ausbau der Hospiz- und Palliativangebote, hier nicht zuletzt die Integration von Hospizkultur in den stationären Pflegeeinrichtungen, die Themen Einsamkeit und Trauer sowie der Einsatz für die dritte (psychosoziale) Berufsgruppe in der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung.

 

Für den musikalischen Rahmen sorgte der Akkordeonist Uwe Steger.

Abb. v.l.n.r.: Ina Bangemann, Susanne Kränzle, Prof. Helen Kohlen, Dr. Mara Kaiser, Prof. Winfried Hardinghaus, Renate Galuschka, Benno Bolze © DHPV / Ines Grabner

Kontakt

Angela Hörschelmann

Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V.

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Aachener Str. 5

10713 Berlin

Tel.: 030 82 00 758 17

www.dhpv.de

 

 

NEU – Informationsbroschüre “Gesundheitliche Versorgungsplanung (GVP)

Die Informationsbroschüre „GESUNDHEITLICHE VERSORGUNGSPLANUNG (GVP) NACH § 132G SGB V IN NIEDERSACHSEN zur Umsetzung und Vernetzung für Gebietskörperschaften und regionale Versorgungsakteur:innen“ ist erschienen.

Diese dokumentiert die in der ersten Projektphase gesammelten Erfahrungen hinsichtlich erlebter Chancen und Hürden bei der GVP-Implementierung sowie -Vernetzung aus den Perspektiven der jeweiligen Akteur:innengruppen. Dabei wird insbesondere ein Augenmerk auf die teils sehr unterschiedlichen Möglichkeiten und Herangehensweisen von allen relevanten Akteur:innen gelegt. Sie richtet sich demnach an neue und bereits bestehende regionale GVP-Netzwerke in Niedersachsen und Deutschland.

In der 2. Projektphase nimmt das GVP-Projekt nicht nur weiterhin die Gesprächsbegleitenden als Zielgruppe in den Blick. So wird weiterhin die Kontaktdatenbank für Gesprächsbegleitende in Niedersachsen gepflegt, woraus zwei Arbeitsgruppen zu den Themen „GVP in der Altenpflege“ und „GVP für Menschen mit Beeinträchtigungen“ entstanden sind und weitere Veranstaltungen geplant werden. Sondern auch alle anderen regionalen Akteur:innen treten verstärkt in den Fokus, weshalb im September 2023 ein Verteiler für regionale Akteur:innen im Bereich GVP eingerichtet wurde und eine erste digitale Austausch- und Vernetzungsveranstaltung für den 05.12.2023 von 10:00-12:00 Uhr via Zoom geplant ist.

Für weitere Informationen oder bei Rückfragen, können Sie sich jederzeit gerne über die Homepage https://www.hospiz-nds.de/gvp-projekt/ informieren oder sich an die Leitung des GVP-Projektes, Sabine Schulz, wenden.

Presseinformation LSHPN

Presseinformation

Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung tritt Initiative #positivarbeiten bei

Diskriminierung von Aidskranken entgegentreten

Die Krankheit Aids hat viel von ihrem Schrecken verloren. Aber sie ist immer noch da. Betroffene müssen nach wie vor leiden – nicht nur körperlich. Oftmals sind sie weiterhin Vorurteilen und Ausgrenzungen ausgesetzt. Um dem entgegenzutreten, ist der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e. V. (LSHPN) der Initiative #positivarbeiten beigetreten.

„Der Vorstand und die Mitarbeitenden des Landesstützpunkts unterstützen die Initiative  in tiefer Verbundenheit und in Gedenken an all die schwer an Aids erkrankten und verstorbenen Menschen und gleichzeitig als Arbeitgeber, der jegliche Form von Diskriminierung im Umgang mit HIV-positiven Menschen konsequent ablehnt“, begründet LSHPN-Vorsitzende Marlies Wegner diesen Schritt.

Der hospizliche Anspruch, den Erkrankten gerecht zu werden, wurde von Anfang an als Herausforderung angenommen und es entstanden seit den neunziger Jahren zahlreiche stationäre Hospize und ambulante Hospizdienste. Heutzutage sei eine HIV-Infektion für die Teilnahme an der Arbeitswelt aber irrelevant, betont #positivarbeiten. Erkrankte seien genauso leistungsfähig wie Gesunde, ein Übertragungsrisiko bestehe im Alltag ohnehin nicht. Unter Therapie sei HIV überhaupt nicht mehr übertragbar.

Inzwischen sind schon rund 150 Unternehmen und Organisationen einer entsprechenden Deklaration beigetreten. Nach dem Auftakt in Deutschland startete die Idee im Jahr 2020 auch in den USA, Kanada, Österreich und der Tschechischen Republik durch. Die Initiative mache in den beigetretenen Unternehmen deutlich: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit HIV seien willkommen und könnten sich offen zeigen, wenn sie es wünschen. In der Deklaration heißt es dazu: „Wir signalisieren öffentlich, dass wir uns mit HIV auseinandergesetzt haben, und publizieren diese Deklaration und andere Materialien zum Umgang mit HIV auch in unseren internen Medien.“

Im Fall von Diskriminierung könnten sich die Leidtragenden an Beschwerdestellen beziehungsweise geschulte Ansprechpartner wenden. #positivarbeiten sorge außerdem dafür, dass Führungskräfte im Bereich Personalmanagement und im Betriebsrat aktuelle Kenntnisse über das Leben mit HIV erwerben. Die Unternehmen verlangten weder bei der Einstellung noch im Rahmen betriebsärztlicher Untersuchungen einen HIV-Test und fragten auch nicht nach einer HIV-Infektion.

Marlies Wegner betont: „Es ist uns wichtig, dass weiterhin Informationsarbeit geleistet wird und Arbeitgeber Ausgrenzungen und Benachteiligungen nicht zulassen.“ Der LSHPN habe deswegen jetzt die Deklaration unterzeichnet.

Link zum Statement http://aids-hilfe-wolfsburg.de/Starke-Stimmen-aus-Wolfsburg-und-Niedersachsen-positivarbeiten/

Link zur Initiative https://www.aidshilfe.de/positivarbeiten.

Weitere Information:

Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen wird vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung gefördert. Trägerorganisationen des Landesstützpunktes sind: Landesvertretung Niedersachsen/Bremen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP); Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e.V. (HPVN), Betreuungsnetz für schwerkranke Kinder UG.

V.i.S.d.P. Marlies Wegner,

Für den Text ist der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN) verantwortlich. Die Inhalte müssen nicht explizit und in jedem Fall die Positionen der Trägerorganisationen des LSHPN repräsentieren.

Kontakt: Rosemarie Fischer

Landesstützpunkt Hospizarbeit

und Palliativversorgung Niedersachsen e. V.

Fritzenwiese 117

29221 Celle

Tel.: 05141/21 96 986

Durchwahl: 05141/2196987

Fax: 05141/21 96 988

www.hospiz-palliativ-nds.de

 

Vorsitzende:

Marlies Wegner

Vereinsregistereintrag:

Amtsgericht Lüneburg

VR 201312

30-Jahre Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e.V.

Hannover – Veranstaltung 30 Jahre Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e. V. – Foto Tim Schaarschmidt/HPVN
Hannover – Veranstaltung 30 Jahre Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e. V. – Foto Tim Schaarschmidt/HPVN
Hannover – Veranstaltung 30 Jahre Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e. V. – Foto Tim Schaarschmidt/HPVN

 

“Neue Ziele erreichen, ohne Bewährtes über Bord zu werfen”

Der Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen feiert sein 30-jähriges Bestehen am 24.10.2023

Viel erreicht und noch immer in Bewegung: Der Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e.V. (HPVN) blickt auf sein 30-jähriges Bestehen zurück und hatte darum jetzt zu einer Festveranstaltung geladen. Dabei wurde in die Vergangenheit, aber vor allem auch nach vorn geschaut.

HPVN-Vorsitzender Ulrich Kreutzberg freute sich bei seiner Begrüßung über die gute Resonanz auf die Veranstaltung: “Wichtig ist, dass man im Gespräch bleibt.” Und das könne an diesem Tag gut gelingen. “Sie haben die Gesellschaft sensibilisiert für die Bedürfnisse sterbender Menschen”, stellte der niedersächsische Sozialminister Dr. Andreas Philippi in seinem Grußwort heraus. Als “wahre Helden des Alltags” bewiesen die Vertreter der Hospizbewegung immer wieder “hohe menschliche Qualitäten”.

Dem pflichtete Oberlandeskirchenrätin Andrea Radtke bei. Durch die Arbeit der Hopizbewegung sei “in der Gesellschaft angekommen, dass das Sterben zum Leben dazugehört”. Lothar Küttner von der Hospizstiftung Niedersachsen betonte den “offenen und freundschaftlichen Umgang” untereinander, ehe Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz-und PalliativVerbands (DHPV), an das geflügelte Wort erinnerte, dass Hospiz kein Ort, sondern eine Haltung sei. Künftiges Ziel müsse eine “solidarische Sorgekultur” sein, in der die Hospizbewegung eine wichtige Rolle spielen müsse.

In einem Podiumsgespräch erörterten Haupt- und Ehrenamtliche aus der ambulanten und stationären Hospizarbeit die Stärken bisherigen Engagements, aber auch die kommenden Herausforderungen und die Frage, wie Bewährtes zu erhalten sei. Im gemeinsamen Austausch warfen die Celler Ehrenamtliche Doris Rösch, Heike Büssing von der Hospiz wanderlicht gGmbH, Maureen Kurek, Koordinatorin Ambulanter Hospizdienst (AHD) Stade, Renate Lohmann, Stiftung Hospizdienst Oldenburg, Christiane Peikert-Baramsky, Vorsitzende AHD Ganderkesee, und Ulrich Domdey, ehemaliger Vorsitzender HPVN, Schlaglichter auf die Vergangenheit und benannten anstehende Aufgabenstellungen.

Klar wurde dabei, dass bei aller Professionalisierung die Zugewandtheit zu den Betroffenen “von Mensch zu Mensch” nicht leiden dürfe. Haupt- und Ehrenamtliche müssten weiterhin gemeinsam und auf Augenhöhe an einem Strang ziehen. Der innere Zusammenhalt sei der “größte Schatz der Hospizbewegung”. Durch verbesserte Öffentlichkeitsarbeit könne auf die schwierige Situation der Pflege, so zum Beispiel in Altenpflegeheimen und Krankenhäusern, hingewiesen werden. Hilfreich für Betroffene könne der verstärkte Einsatz von Palliativlotsen sein, die zur Orientierung und Unterstützung von Patienten und ihren Angehörigen dienten. Letztlich brachte Domdey auf den Punkt, was allen Beteiligten am Herzen liegt: “Einen langen Atem zu bewahren, das wünsche ich uns und den nachfolgenden Generationen.”

Als Geburtstagspräsent überreichte der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V. (LSHPN) Postkarten mit plakativen Slogans wie “Haben Sie darüber wirklich mal gesprochen?”, die der HPVN den angeschlossenen Vereinen zur Verfügung stellen kann. Sie sollen an öffentlichen Orten ausgelegt werden, um die gesellschaftliche Debatte zu intensivieren.